
36 Monate lässt Miles & More Meilen auf einem Konto liegen, bevor sie automatisch verfallen – eine Zahl, die mir 2022 nach dem ersten Kartenbonus herzlich egal war und die mich zwei Jahre später fast unseren gesamten Meilenberg gekostet hätte. Meilen sammeln mit Kreditkartenumsätzen im Alltag klingt nach der langweiligsten aller Kreditkarten-Strategien, dabei entscheidet genau das am Ende, ob aus normalen Wocheneinkäufen eine echte Familienreise wird.
Kurzer Hinweis, bevor es weitergeht: Manche Links in diesem Tagebuch sind Affiliate-Links, unter anderem zum Meilen-Master, den wir als Familie wirklich nutzen. Kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts.
Wie unsere Meilen beinahe leise verschwanden
Nach dem ersten Kartenbonus 2022 – dreißigtausend Meilen auf einen Schlag, nach der Empfehlung einer Kollegin – habe ich zwei Jahre lang einfach drauflos gesammelt, ohne Plan und ohne Blick aufs Ablaufdatum. Keine Strategie, kein Notizbuch, nur ein Konto, das langsam wuchs.
Erst als ich zufällig die Kontoübersicht in der Miles & More App öffnete, sah ich die Warnung: Ein Großteil der Meilen würde in wenigen Wochen verfallen, weil auf der Karte zu lange kein Umsatz mehr gelaufen war. Meilenverfall ist trocken erklärt schnell abgehakt, aber am Küchentisch fühlte sich die Warnung an wie ein Loch im Familienbudget, das ich mir selbst gegraben hatte.
Seitdem gilt bei uns eine einfache Regel: Auf der meilensammelnden Karte läuft mindestens eine kleine, wiederkehrende Zahlung, und einmal im Quartal werfe ich einen Blick auf das Ablaufdatum im Konto. Kein Excel, keine Extra-App – nur ein fester Termin im Kopf, ungefähr so verlässlich wie der Zahnarzttermin der Kinder.

Der Umsatz, der jeden Monat sowieso passiert
Der Umsatz für die eigentliche Meilenjagd kommt bei uns nicht aus besonderen Anschaffungen, sondern aus Dingen, die ohnehin passieren. Der Wocheneinkauf beim Rewe, neue Gummistiefel für die Kinder, das Streaming-Abo, das sowieso abgebucht wird – alles läuft inzwischen über die Kreditkarte statt über die EC-Karte.
Meine private Lufthansa Kreditkarte sammelt eine Meile pro zwei Euro Umsatz. Klingt nach wenig, ist es einzeln betrachtet auch. Bei einer vierköpfigen Familie mit laufenden Fixkosten summiert sich das über die Monate aber schneller, als man beim ersten Blick auf den Kontoauszug vermutet.
An meinem Schreibtisch mit Blick auf den ruhigen Hinterhof unserer Altbauwohnung in Schwabing-West wandert jeder größere Posten in eines der Notizbücher neben dem Monitor, jedes einer bestimmten Reise zugeordnet. Kleinkram wie der Wocheneinkauf schreibe ich nicht mehr auf, den überlasse ich der Kartenabrechnung.
Es funktioniert wie das Sparschwein für ein Kindergeburtstagsgeschenk: Niemand wirft an einem einzigen Tag den ganzen Betrag hinein, aber wenn über Monate immer wieder etwas dazukommt, reicht es am Ende – für das Geschenk oder eben für die nächste Bordkarte.
Die Kombination mit Payback – wie es sich rechnet
Die Kombination mit Payback lohnt sich für uns – entdeckt habe ich das eher durch Zufall als durch Recherche. Aus einem Tipp im Meilen-Master Kurs wurde ein Ablauf, der sich seit gut einem Jahr bei jedem größeren Einkauf wiederholt: Payback-Karte scannen, mit der Meilen-Kreditkarte zahlen.
Payback-Punkte lassen sich in einem festen Verhältnis in Miles & More Meilen übertragen, mehr Mechanik braucht es an dieser Stelle gar nicht – wer die Details will, findet sie in meinem Beitrag darüber, wie man Payback Punkte in Meilen umwandelt.
Meine Nachbarin Luzia Mayr kennt jeden Payback-Sonderaktionstag im Edeka Schwabing auswendig und schickt mir inzwischen eine Nachricht, bevor die große Couponwelle losgeht – ohne sie hätte ich die besten Tage locker verpasst.
Mein Mann hat inzwischen eine Partnerkarte, damit seine Ausgaben beim Baumarkt oder an der Tankstelle auf dasselbe Konto einzahlen, statt getrennt zu verpuffen. Wer als Paar gemeinsam sammelt, kommt an einer Miles and More Kreditkarte Partnerkarte kaum vorbei.

Die Bordkarte im Blick behalten
Arndt Feige, ein Kollege meines Mannes bei der Firma, fragt seit dem Sommerfest vor zwei Jahren immer wieder nach, ob sich das wirklich lohnt – er hat bislang ausschließlich günstige Direktflüge ohne jedes Programm gebucht und will vor allem Zahlen sehen, keine Geschichten.
Ihm sage ich immer dasselbe: Unsere Prämienflugbuchung für vier Plätze nach San Francisco hat uns 280.000 Meilen gekostet, dazu kamen rund 1.500 Euro Steuern und Gebühren – Zahlen, die ich ihm lieber einmal zu oft nenne als einmal zu wenig.
Was ich ihm auch erzähle: Am Flughafen München, Terminal 2, ist mir am Self-Service-Schalter einmal das Wort Upgrade auf dem Bildschirm aufgeleuchtet, während mein Mann noch fragte, ob das nicht bloß ein Anzeigefehler sei. Es war keiner. Solche Momente sind der eigentliche Grund, warum ich weiter Kreditkartenumsätze sammle, obwohl es nach außen wie stinknormales Einkaufen aussieht.
Ich höre noch das leise Knistern, wenn ich kurz vor dem Gate die Bordkarte aus der Jackentasche ziehe – ein Geräusch, das inzwischen fest mit diesem Gefühl verknüpft ist.

Das Ganze für eine Familie wie unsere
Für eine Familie wie unsere, die weder Vielflieger ist noch ein unbegrenztes Budget hat, lohnt sich das Ganze nach allem, was wir seit dem ersten Flug 2024 gelernt haben – aber nur, wenn man akzeptiert, dass es kein Sprint ist, sondern eher wie das Ansparen für neue Winterschuhe der Kinder. Man merkt es erst, wenn am Ende tatsächlich genug zusammengekommen ist.
Ich nutze inzwischen Werkzeuge wie den Meilen-Master, um keine passende Aktion mehr zu verpassen, und wer sowieso regelmäßig tanken muss, findet in meinem Beitrag zum Meilen sammeln beim Tanken die App-Kombination, die uns die meisten zusätzlichen Punkte gebracht hat.
Wer wissen will, wie man mit der Lufthansa Miles and More Kreditkarte als Familie startet, findet dort genau den Teil, den ich mir am Anfang selbst gewünscht hätte.
Mein nächstes Ziel ist erst mal ein weiteres Stück Premium Economy, vielleicht mit einem kurzen Abschnitt in Business, falls die Meilenpreise mitspielen. Wichtiger als die Kabinenklasse ist für mich aber das Gefühl, beim Wocheneinkauf in Giesing wirklich an der nächsten Reise zu bauen. Falls du dein Haushaltsbudget in echte Bordkarten verwandeln willst, ohne den Alltag umzukrempeln, kann ich dir den Meilen-Master als Startpunkt empfehlen – genau das, was ich mir gewünscht hätte, bevor ich zwei Jahre lang plan- und ziellos gesammelt habe.