Bordkarten Tagebuch

San Francisco mit Kindern: Tipps nach dem Flug in der Premium Economy

San Francisco mit Kindern: Premium-Economy-Erfahrung nach der Landung bei der Familienreise USA

Kaum sind wir durch die Passkontrolle am San Francisco International Airport, saust unser Sohn schon auf Zehenspitzen Richtung Gepäckband – von wegen müde Beine nach der langen Premium-Economy-Erfahrung über dem Atlantik. Genau hier bricht der Mythos in sich zusammen, den ich vor dieser Familienreise in die USA selbst geglaubt habe: Wer beim Meilen einlösen alles richtig macht und die Kinder an Bord gut schlafen lässt, hat auch nach der Landung seine Ruhe. Sitz 32H, LH 454, Frankfurt nach San Francisco, 280.000 Meilen für vier Bordkarten – und trotzdem stehe ich hier mit Augenringen, während die Kinder schon die nächste Runde einläuten.

Ein kurzer Zwischenstopp für den Pflichthinweis: Affiliate-Links sind in diesem Text mit drin, unter anderem zum Programm Elite travelhacking BasiX. Kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine kleine Provision – dein Preis bleibt exakt gleich. Erwähnt wird hier nur, was uns als Familie wirklich beim Entwirren des Meilen-Chaos geholfen hat.

Klingt logisch. Ist es aber nicht.

Der Denkfehler sitzt tief, sogar bei mir als UX-Designerin, die eigentlich jeden Tag mit Nutzererwartungen arbeitet: Komfort während der Reise wird automatisch mit Komfort nach der Reise gleichgesetzt. Dabei sind das zwei völlig unterschiedliche Baustellen.

Guter Schlaf in Premium Economy – aber keine Ruhe am ersten Tag

Kinder mit viel Energie funktionieren nicht wie Erwachsene mit Jetlag. Unsere zwei sind eher wie kleine Batterien, die im Flugzeug zwar aufgeladen werden, am Ziel aber sofort wieder Vollgas geben wollen.

Klassische Jetlag-Regeln wie 'schlaf, wenn das Flugzeug schläft' oder 'trink viel Wasser' greifen bei diesem Energielevel praktisch nicht. Die Premium Economy hat ihren Teil erfüllt – die Kinder kamen ausgeruht in San Francisco an. Wir Eltern waren dagegen am Ende.

Bordkarten-Notizbuch mit Notizen zum Meilen einlösen und zur Premium-Economy-Erfahrung der Familienreise nach San Francisco

Am Gate fällt mir jedes Mal auf, wie ungleich sich Erschöpfung zwischen Eltern und Kindern verteilt, wenn der Flug für alle eigentlich gleich komfortabel war.

Die Realität am Gepäckband nach der Landung in San Francisco

Immerhin lief der Check-in reibungslos: Mit acht Koffern und zwei Kindern waren wir in etwa zehn Minuten durch den separaten Premium-Economy-Schalter, während sich die normale Schlange quer durch die Halle zog. Das war ein echter Vorteil, den man erst schätzt, wenn man ihn erlebt hat.

Wie wir überhaupt vier Prämiensitze gleichzeitig zusammenbekommen haben, das habe ich an anderer Stelle ausführlicher aufgeschrieben: Zu spät angefangen mit Travel Hacking? Mein Weg zum ersten Meilenflug 2024. Hier soll es aber vor allem darum gehen, was nach der Landung wirklich zählt.

AirTrain-Runden drehen statt Mittagsschlaf erzwingen

In San Francisco ist der kostenlose AirTrain zwischen den Terminals unser bester Verbündeter geworden. Statt die Kinder im Hotelzimmer zur Ruhe zu zwingen, sind wir erst mal drei Runden AirTrain gefahren und danach an der Waterfront spazieren gegangen, bevor überhaupt ein Mittagsschlaf zur Debatte stand. Der Bewegungsdrang gewinnt sowieso gegen jede Schlafenszeit-Regel – wer dagegen ankämpft, hat um drei Uhr nachts eine Party im Hotelzimmer, die niemand wollte.

Meine Nachbarin Luzia hält von der ganzen Kreditkarten-Meilen-Sache übrigens wenig – sie glaubt, dass sich das nur für kinderlose Vielflieger wirklich rechnet. Als ich ihr von den vier Plätzen in der Premium Economy erzählt habe, zog sie nur skeptisch die Augenbraue hoch und fragte, was uns das denn nun wirklich gebracht hat, außer Stress vor der Buchung.

Arndt, ein Kollege meines Mannes, fragt seit seiner eigenen Miles & More Kreditkarte in ähnlichem Ton nach – er will Zahlen sehen, bevor er irgendwas glaubt. Ihm zeige ich dann offen die Rechnung: 280.000 Meilen für vier Plätze in der Premium Economy klingen nach einem Schnäppchen, bis oben drauf nochmal rund 1500 Euro Steuern und Gebühren auftauchen. Fast gratis fliegt hier also niemand.

Das Meilenkonto, das fast leergelaufen wäre

Bevor überhaupt ein Meilenflug im Raum stand, lagen unsere Punkte jahrelang einfach nur auf dem Konto herum, ungenutzt und vergessen zwischen Kreditkartenabrechnungen. Eine Erinnerungsmail von Miles & More hat mir irgendwann eiskalt klargemacht, wie knapp fast alles verfallen wäre. Seitdem trage ich jede Kontobewegung ins gleiche Notizbuch ein wie die Bordkarten.

Der Sign-up-Bonus unserer allerersten Miles & More Kreditkarte war der eigentliche Startschuss für alles Weitere. Das Bündeln der Konten über das Miles and More Meilenkonto für Familien fühlt sich dabei an wie das gemeinsame Sparschwein fürs Geburtstagsgeschenk der Kinder – jeder wirft etwas ein, aber erst zusammen ergibt es eine Summe, mit der sich wirklich etwas anfangen lässt. Die Verfügbarkeit in den Schulferien für vier Personen gleichzeitig zu finden, war danach die nächste Hürde.

Im Miles & More Portal ist die eigentliche Buchung nochmal ein eigenes Kapitel für sich. Route und Airline verändern die Steuern und Gebühren spürbar – bei uns waren es die erwähnten rund 1500 Euro für vier Personen, und Partner-Airlines wie United waren bei unserer Recherche teils die günstigere Variante. Ob sich die Meilen stattdessen gegen Sachprämien im Worldshop tauschen ließen, habe ich mir auch überlegt, aber der Einlösewert dafür fällt im Vergleich zum Flug mager aus. Für die nächste Reise schaue ich mir außerdem den Miles and More Companion Award genauer an, um beim Partner-Ticket zusätzlich Meilen zu sparen.

Der erste Espresso in der Lufthansa Lounge B1, den ich damals zögernd bestellt habe, weil ich nicht sicher war, ob der wirklich gratis ist, gehört inzwischen so selbstverständlich zum Reisestart wie das Boarding selbst.

Zuhause, am Schreibtisch vorm Hinterhoffenster in Schwabing-West, klebe ich die frischen Bordkarten dann ins Notizbuch – die älteren Ausgaben liegen längst griffbereit gestapelt daneben, und über dem Monitor hängen ein paar abgegriffene Kopien und Zettel an der Korkwand.

Die eigentliche Lektion aus San Francisco hat also weniger mit Meilenpreisen zu tun als mit Erwartungsmanagement: Plant nach der Landung bewusst Bewegung ein, keine Ruhepause, egal wie gut alle im Flieger geschlafen haben. Wer sich beim Buchen selbst noch komplett verloren fühlt, dem hilft oft schon ein Programm wie Elite travelhacking BasiX, um genau solche Anfängerfehler bei der Award-Buchung zu vermeiden. Am Pier, wo die Kinder gerade den Seelöwen zuhören, klappe ich das Notizbuch zu – die nächste Bordkarte wartet schon darauf, eingeklebt zu werden.