Bordkarten Tagebuch

Parken am Flughafen München mit Meilen bezahlen statt Bargeld: Meine Tipps

Parken am Flughafen München mit Meilen bezahlen statt Bargeld – Parkgebühren sparen für die Familienreise

Bargeld in den Kassenautomaten schieben oder das Meilenkonto anzapfen, das ohnehin brachliegt, für einen Parkschein am Flughafen München fühlt sich das nach zwei völlig verschiedenen Rechnungen an, dabei ist es am Ende derselbe Parkplatz. Seit ich weiß, dass man am MUC direkt mit Meilen bezahlen kann, gehört Parkgebühren sparen bei uns als Familie zum festen Ablauf jeder Reise, genauso selbstverständlich wie Koffer packen. Meilen einlösen klingt nach großen Momenten wie einem Fensterplatz in der Premium Economy, aber genauso gut funktioniert es als unspektakulärer Teil jeder Familienreise, an einem ganz gewöhnlichen Abend im Parkhaus.

Hinweis vorab: Dieser Text enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen davon etwas, bekomme ich eine kleine Provision, ohne dass sich dein Preis ändert. Empfehlen tue ich hier nur, was uns als Familie tatsächlich weitergeholfen hat, etwa den Meilen Master, mit dem ich überhaupt erst verstanden habe, wofür man Meilen außer für Flüge noch nutzen kann.

Meine Nachbarin Luzia, die eine Etage unter uns wohnt und jede Payback-Aktion im Kopf hat, hat mich neulich gefragt, ob das mit den Meilen am Parkautomaten wirklich so einfach ist, wie ich es ihr erzählt habe. Die Antwort ist ja, aber nur an den richtigen Stellen und im richtigen Moment, und genau darum geht es jetzt.

Parkgebühren sparen: Meilen statt Bargeld am Automaten

An mehreren Parkhäusern direkt am Terminal lässt sich die Parkgebühr komplett über das Meilenkonto begleichen, ohne dass Bargeld oder Karte überhaupt zum Einsatz kommen. Am Flughafen München zählen dazu unter anderem die Parkhäuser P1, P3, P5, P7, P8, P20 und P26. Der Automat fragt beim Bezahlvorgang aktiv nach, ob man in Meilen oder in Euro zahlen möchte, und genau an diesem Punkt entscheidet sich, ob der Parkschein am Ende null Euro Zahlbetrag zeigt.

Kassenautomat im Parkhaus am Flughafen München, an dem man Meilen einlösen und die Parkgebühren begleichen kann

Wichtig dabei: Das funktioniert nur, wenn die Miles & More Kreditkarte tatsächlich im Automaten steckt und das Konto ausreichend gedeckt ist, ein Blick vorher in die App erspart Überraschungen an der Kasse.

So funktioniert die Zahlung mit Meilen am Flughafen München

Praktisch läuft das Ganze in drei Schritten ab: Karte einstecken, im Menü Meilen statt Euro auswählen, Betrag bestätigen. Kein Formular, keine Wartezeit, kein Umweg über die App, während man mit müden Kindern am Kofferband steht. Für mich war das nach dem ersten Sign-up-Bonus auf unserer Kreditkarte der Moment, an dem die Meilen plötzlich alltagstauglich wurden, nicht nur reserviert für den einen großen Flug im Jahr.

Genau deshalb nutzen wir das inzwischen bewusst als Ventil: Meilen, die sonst Jahr für Jahr einfach nur auf dem Konto stehen und irgendwann zu verfallen drohen, wandern so in etwas ganz Konkretes um. Weil unser Konto als Familie gepoolt läuft, ist dabei egal, wer von uns beiden die Meilen ursprünglich gesammelt hat, am Automaten zählt nur, dass genug drauf sind.

Warum die Ausfahrtschranke der falsche Ort dafür ist

An der Ausfahrtschranke selbst gibt es diese Option meistens gar nicht. Das mussten wir einmal auf die unangenehme Art lernen, mit einer Schlange hupender Autos hinter uns und einem Display, das partout keinen Meilen-Knopf anbieten wollte. Seitdem zahlen wir grundsätzlich vorher am Kassenautomaten im Parkhaus, bevor wir überhaupt zum Auto zurücklaufen, und stecken den bezahlten Schein einfach ein.

Bezahlter Parkschein nach dem Meilen einlösen am Flughafen München, bereit für die Ausfahrt aus dem Parkhaus

Solche kleinen Abläufe schreibe ich mir inzwischen in mein Notizbuch, gleich neben die Notizen zur Handgepäck Packliste für Kinder, nicht, weil es kompliziert wäre, sondern weil man sich so etwas nur einmal falsch merken muss.

Lohnt sich das auch für größere Familien?

Bei einem normalen Kombi oder Van in Standardgröße passt die Meilen-Zahlung ohne Wenn und Aber. Sobald ein Fahrzeug wegen seiner Höhe oder Länge einen Sonderstellplatz braucht, wird es dagegen unübersichtlich, weil dafür oft ein Aufpreis fällig wird, den der Automat nicht über Meilen abrechnet, sondern separat in Euro verlangt. Arndt, ein Kollege meines Mannes, der bislang nur nach dem günstigsten Direktflug ohne jedes Vielfliegerprogramm gesucht hat, wollte genau das wissen, bevor er es überhaupt in Erwägung zieht.

Für die große Reiseplanung gilt ohnehin: Wer sowieso gerade nach Prämienflügen für die ganze Familie sucht, sollte die Parkgebühren nicht vergessen, die kleinen Einlösungen zwischendurch nehmen oft mehr Druck aus dem Meilenkonto, als man denkt, gerade wenn das große Ziel noch ein paar Jahre entfernt liegt.

Meine Faustregel fürs Parken mit Meilen

Vor einigen Jahren hab ich mir mal aus reiner Meilen-Gier die Kreditkarte mit dem höchsten Jahreszins ausgesucht, weil sie mit mehr Meilen pro Euro geworben hat, ohne mir die Kosten dahinter wirklich anzuschauen. Das war ein teures Missverständnis, und seitdem rechne ich bei jeder Entscheidung kurz gegen: Was kostet mich das wirklich, und was bringt es mir tatsächlich? Meine Faustregel fürs Parken ist seitdem simpel: Meilen löse ich dafür genau dann ein, wenn sie sonst ungenutzt liegen bleiben würden und in absehbarer Zeit kein großer Flug ansteht. Für alles andere heben wir sie lieber auf.

Große Meilen-Momente kenne ich natürlich auch anders: wie meine Tochter beim ersten Blick auf das Tablett mit der extra Stoffserviette kurz die Augen aufriss und nur ein einziges begeistertes Wort herausbrachte, während um uns herum die kühle Luft der Lounge nach dem Sicherheitscheck noch in den Kleidern hing, irgendwo mit einem Hauch Filterkaffee in der Nase. Das Parkhaus am MUC hat diesen Glanz nicht, und genau das mag ich daran, nach vier Jahren Meilen sammeln ist mir klar geworden, dass die unspektakulären Einlösungen am Ende genauso viel wert sind wie die spektakulären. Wer selbst noch unsicher ist, wie viel man mit dem eigenen Meilenkonto überhaupt anstellen kann, findet im Meilen Master einen guten Ausgangspunkt, und wer ohnehin gerade von der First Class für die ganze Familie träumt, kann sich das Parken bis dahin wenigstens entspannt sparen.