Bordkarten Tagebuch

Meilen sammeln mit GetYourGuide bei Ausflügen: Meine Erfahrungen für Familien

Familie bucht GetYourGuide-Tour zum Meilen sammeln während eines Ausflugs in München

Zehn Meilen für ein einziges Museumsticket der Kinder – nach dieser Rechnung klingt Meilen sammeln bei unseren GetYourGuide-Erfahrungen wie die pure Zeitverschwendung, und genau deshalb winken die meisten Familien bei solchen Kleinstbeträgen ab. Ich habe selbst so gedacht, bis ich anfing, jede GetYourGuide-Buchung unserer Familienreisen in mein Notizbuch zu schreiben. Über ein Jahr verteilt sieht die Rechnung nämlich anders aus als an einem einzelnen Nachmittag im Museum.

Bevor es weitergeht, kurz der ehrliche Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, und wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision, ohne dass sich für dich am Preis etwas ändert. Ich verlinke hier nur Dinge, die uns als Familie selbst weitergeholfen haben, so wie den Meilen Master, mit dem ich anfangs das Durcheinander aus Punkten, Programmen und Buchungen überhaupt erst verstanden habe.

Der Mythos, dass Meilen sammeln bei GetYourGuide-Ausflügen nichts bringt

Früher sind wir bei einem Museumsbesuch oder einer Stadtführung einfach an die Kasse gegangen, Karten gekauft, fertig. Der Gedanke, dass ausgerechnet ein Ausflug mit den Kindern etwas mit unserem Miles & More Konto zu tun haben könnte, wäre mir nicht im Traum eingefallen.

Dabei ist die Partnerschaft zwischen GetYourGuide und Miles & More simpel: Für jeden ausgegebenen Euro gibt es in der Regel eine Meile gutgeschrieben. Verglichen mit unserem großen Flug im Sommer 2024 – 280.000 Meilen für vier Tickets in der Premium Economy von Frankfurt nach San Francisco, LH 454, Sitz 32H auf der A340-600 für meinen Mann – wirkt das lächerlich klein. Der Denkfehler liegt aber genau darin, die beiden Dinge miteinander zu vergleichen. Der Prämienflug selbst ist eine ganz eigene Geschichte, die ich woanders längst ausführlich erzählt habe.

Genauso ist es mit den Steuern und Gebühren, die bei so einer großen Einlösung obendrauf kommen – auch das ein eigenes Kapitel, das ich hier nicht aufrollen will. Was für diesen Artikel zählt, ist etwas anderes: die kleinen, wiederkehrenden Gutschriften, die zwischen den großen Reisen passieren, während die Kinder noch klein sind und man ständig irgendwo Eintritt zahlt.

Warum der Umweg über das Miles & More Portal keine Zeitverschwendung ist

Der zweite Irrglaube, dem ich lange aufgesessen bin: dass es reicht, einfach die GetYourGuide-App zu öffnen und drauflos zu buchen. Vor den Vatikanischen Museen in Rom, mitten in einer Schlange, die sich in der Mittagshitze kaum bewegte, während die Kinder quengelten, ist genau das die naheliegendste Falle. Man tippt, bucht, ist drin und hat die Meilen komplett verschenkt.

Seitdem läuft bei uns nichts mehr ohne den Umweg über das Miles & More Online-Shopping-Portal. Man gibt die Servicekartennummer ein, wird zu GetYourGuide weitergeleitet, und erst dann wird gebucht. Ein Klick mehr, aber genau dieser Klick entscheidet, ob die Meile am Ende wirklich auf dem Konto landet oder irgendwo im Nirgendwo verschwindet.

Mein eigener Anfängerfehler lag woanders: Ich habe die Newsletter-Mails von Miles & More jahrelang ungelesen gelöscht, weil ich sie für reine Werbung hielt. Erst später ist mir aufgefallen, dass darin auch Bonusmeilen-Aktionen für Partner wie GetYourGuide angekündigt wurden – Aktionen, die ich einfach verpasst habe, während ich brav über den Umweg buchte, aber keine Ahnung hatte, dass es gerade doppelte Gutschrift gab.

Wer noch ganz am Anfang steht, findet im Artikel über den Meilen Master eine gute Einordnung, wie sich diese kleinen Gewohnheiten mit dem großen Sammelplan verbinden lassen.

Smartphone mit Miles & More App neben Reise-Notizbuch zum Meilen sammeln für die Familienreise

Ausflüge mit Kleinkindern und Ausflüge mit Schulkindern sind zwei verschiedene Baustellen

Ganz ehrlich muss ich hier zugeben, dass die Rechnung nicht für jedes Familienalter gleich aufgeht. Mit Kindern im Grundschulalter, die halbwegs berechenbar sind, funktioniert unser System aus fester Vorab-Buchung gut. Mit Kleinkindern war das komplett anders.

Ein verschobener Mittagsschlaf oder ein Wutanfall reicht, um die schönste Zehn-Uhr-Tour zu ruinieren, und dann sitzt man in der selbst gestellten Falle einer festen Buchung. Wer noch kleine Kinder hat, sollte bei GetYourGuide extrem genau auf die Stornierungsbedingungen achten – viele Touren lassen sich bis 24 Stunden vorher kostenlos absagen, und das ist Gold wert, wenn ein Kind morgens mit Fieber aufwacht. Ein verpasstes Zeitfenster mit einem schreienden Zweijährigen ist keine Meile der Welt wert.

In dieser Phase habe ich lieber auf Meilen mit Kreditkartenumsätzen im Alltag gesetzt, statt mich im ohnehin chaotischen Kleinkind-Urlaub zusätzlich zu verplanen.

Man kann es mit dem Sparen für ein Geburtstagsgeschenk vergleichen: Kleine Beträge über Monate verteilt ergeben irgendwann eine überraschend runde Summe, aber nur, wenn man sie nicht durch Hektik und schlechtes Timing wieder verspielt.

Zwei Kinder erkunden ein Museum bei einer GetYourGuide-Tour während der Familienreise

Was am Ende wirklich auf dem Meilenkonto zählt

Meine Kollegin Elvira, die für sich selbst grundsätzlich nur die billigste Economy-Verbindung ohne jedes Vielfliegerprogramm bucht, findet mein System beim Mittagessen regelmäßig übertrieben. Für sie zählt nur der Preis am Tag der Buchung, nicht das, was sich über Jahre summiert, und genau da liegt aus meiner Sicht der zweite große Irrtum: Meilen sammeln wird oft als Alles-oder-nichts-Spiel missverstanden.

Vor ein paar Wochen hat mir eine Leserin aus Düsseldorf geschrieben, die mit ihren drei Schulkindern von genau demselben Flug nach San Francisco träumt wie wir. Ihre Frage war, ob sich der ganze Aufwand mit GetYourGuide-Buchungen und Portal-Umwegen überhaupt lohnt, wenn man doch sowieso auf die große Kreditkarten-Aktion wartet. Meine Antwort: Beides zusammen bringt einen schneller ans Ziel als das Warten auf den einen perfekten Bonus. Wir sammeln längst gezielt für Langstreckenflüge mit Kindern, und jede GetYourGuide-Tour ist nur ein kleiner Baustein auf dem Weg dahin.

Wenn ich heute in der Lufthansa Lounge B1 sitze und mir wie selbstverständlich einen Espresso hole, ohne überhaupt noch daran zu denken, dass Kaffee vor einem Flug früher nie einfach so dazugehörte, merke ich, wie sehr sich der Blick auf diese kleinen Gutschriften verschoben hat. Genau solche Momente sind es, für die sich das Aufschreiben jeder einzelnen Buchungsnummer lohnt.

Mein Schreibtisch steht am Hinterhof-Fenster unserer Altbauwohnung in Schwabing-West, dort wo das Licht erst spät und schräg von Nordwesten hereinfällt. Auf dem alten Holzbrett der Fensterbank, das noch aus den Sechzigerjahren stammen muss, stapeln sich mittlerweile drei Notizbücher, jedes einer Reise gewidmet, und über dem Monitor hängt ein Korkboard voller Bordkarten-Kopien und Klebezettel.

In der Travel-Hacking-Szene wird das oft überkompliziert dargestellt, dabei ist der Kern simpel: Meilen, die nur in der Schublade liegen, verfallen irgendwann von selbst, während jede GetYourGuide-Buchung wenigstens für Bewegung auf dem Konto sorgt. Wer auch anfangen will, sein eigenes Bordkarten-Tagebuch zu führen, findet im Meilen Master einen guten Ausgangspunkt, um von der ersten Verwirrung über 30.000 geschenkte Meilen zur nächsten geplanten Familienreise zu kommen.