Bordkarten Tagebuch

Luxury Travel Hacking für Familien: Wie wir den nächsten Meilenflug planen

Luxury Travel Hacking für Familien – Bordkarten und Notizbuch beim Planen des nächsten Meilenflugs
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Die Frage, wie viele Meilen auf einem Konto liegen müssen, bevor sich daraus ein echter Plan für die ganze Familie bauen lässt, beschäftigte mich lange. Ich habe lange keine Antwort darauf gehabt – nur eine wachsende Zahl in der Miles & More App und ein Notizbuch voller Bordkarten, die ich nie richtig geordnet hatte. Luxury Travel Hacking klingt in solchen Momenten nach einem großen Versprechen, aber die eigentliche Familienreise-Strategie beginnt viel kleiner: bei der Frage, was mit diesen Meilen überhaupt passiert, bevor sie wertlos werden.

Bevor es weitergeht, kurz der ehrliche Hinweis: In diesem Text stecken Affiliate-Links, über die ich eine kleine Provision bekomme, wenn du darüber etwas buchst oder kaufst – für dich ändert sich am Preis nichts. Genau diese Programme haben uns geholfen, aus dem wahllosen Sammeln einen nachvollziehbaren Ablauf zu machen.

Arndt, ein Kollege meines Mannes, hat mich neulich am Gate in Terminal 2 am Flughafen München gefragt, wie unser Ablauf eigentlich aussieht – er hat sich Anfang des Jahres selbst eine Miles & More Kreditkarte zugelegt und fragt seitdem alle paar Wochen nach. Deshalb schreibe ich das hier mal nüchtern auf, Schritt für Schritt, ohne die üblichen Umwege über Lounge-Momente.

Der Kontostand zuerst, nicht die Zielort-Fantasie

Der erste Schritt bei uns ist nüchtern: Ich öffne die App und schaue, wie viele Prämienmeilen überhaupt auf dem Konto liegen – getrennt von den Statusmeilen, die im Kopf ein komplett anderes Konto sind und mit der eigentlichen Flugbuchung nichts zu tun haben. Das klingt banal, aber genau das haben wir am Anfang verpasst. Unsere ersten Meilen aus dem Sign-up-Bonus der Kreditkarte lagen jahrelang einfach so auf dem Konto, bis mir irgendwann auffiel, dass ein großer Teil davon fast verfallen wäre. Seitdem schaue ich mir den Kontostand regelmäßig an, bevor ich überhaupt an ein Ziel denke. Dass man Meilen innerhalb der Familie außerdem auf ein gemeinsames Konto zusammenlegen kann, ist ein eigenes Thema, das ich bewusst an anderer Stelle behandle. Welchen Versicherungsschutz die Karte eigentlich mitbringt, ist übrigens noch ein weiteres Kapitel, das ich separat ausführlicher aufgeschrieben habe.

Familienreise-Strategie: Hände kleben eine Bordkarte ins Reisetagebuch

Erst die Buchungslogik verstehen, dann planen

Wer nicht versteht, warum ein Flug in der Premium Economy so viele Gebühren aufruft, während andere scheinbar für wenig in der First Class sitzen, bucht am Ende aus dem Bauch heraus. Mein erster Anlaufpunkt dafür war der Meilen Master – ich wollte einfach verstehen, nach welcher Logik Prämienflüge überhaupt bepreist werden. Die Regionen-Logik und die Treibstoffzuschläge, die die Lufthansa erhebt, haben mir irgendwann erklärt, warum unsere 280.000 Meilen für vier Premium-Economy-Tickets nach San Francisco trotzdem noch etwa 1500 Euro an Steuern und Gebühren gekostet haben. Wie man diese Steuern und Gebühren vorab realistisch durchrechnet, ist inzwischen ein eigenes Kapitel bei mir geworden, das ich separat ausführlich aufgeschrieben habe. Eine Prämienflug-Buchung selbst – also der Ablauf von der Verfügbarkeitssuche bis zur bestätigten Bordkarte – habe ich bei unserem FRA-SFO-Flug im Detail notiert.

Passt der Reisezeitraum zur Verfügbarkeit für vier Plätze?

Vier Plätze auf derselben Prämienverbindung zu finden ist etwas völlig anderes als einen Platz für sich allein zu buchen. Deshalb kommt bei uns der Kalender vor der Zielort-Idee: Welche Ferienwoche, welche Schule, welcher Elternabend steht im Weg. Verfügbarkeit für vier Personen genau in den Schulferien zu finden ist eine eigene Herausforderung, die ich an anderer Stelle schon durchgekaut habe. Manchmal lohnt sich der Blick über die Lufthansa-eigenen Flüge hinaus – Prämienflüge über Partner-Airlines im selben Bündnis haben wir lange gar nicht auf dem Schirm gehabt. Auch ein Stopover oder eine Gabelflug-Route kann aus einem einzelnen Flug noch mehr herausholen, aber das ist ein Thema für sich. Bevor wir überhaupt am Schalter stehen, schauen wir inzwischen vorher nach, wie der Lufthansa Family Check-in in München für uns am entspanntesten läuft.

Wo bei uns zusätzliche Meilen reinkommen

Mein Mann hat vor einer Weile sogar nachgeschaut, wie man das Parken am Flughafen München mit Meilen bezahlen kann – auch wenn ich ihm gleich gesagt habe, dass das meistens kein guter Deal ist. Dass Meilen auch über Mietwagen- oder Parkpartner aufs Konto wandern können, ist trotzdem ein eigenes Kapitel, das eine genauere Nachverfolgung verdient. Payback- oder Kreditkartenpunkte aus anderen Programmen lassen sich ebenfalls ins Meilenkonto übertragen, aber das ist bei uns noch nicht mehr als eine Randnotiz. Den Companion Award haben wir bisher kein einziges Mal genutzt, obwohl er für Paare ohne Kinder im Gepäck einiges sparen könnte. Fehlen am Ende ein paar Tausend Meilen für die Buchung, kann man sie theoretisch auch dazukaufen – wir haben das noch nie gebraucht, aber ich habe es mir trotzdem notiert.

Miles & More Tipps: Laptop mit Tabelle neben einer Kinderzeichnung vom Flugzeug

Luxury Travel Hacking: wenn Ad-hoc nicht mehr reicht

Luzia, die bei uns eine Etage tiefer wohnt, hat mir letzte Woche auf der Treppe gesagt, sie glaube nicht, dass sich das für eine ganz normale Familie wirklich lohnt – zu viel Aufwand für ein bisschen mehr Platz in der Luft. Für die kleinen Flüge mag sie damit recht haben. Für die wirklich großen Sprünge, also den Plan für nächsten Sommer, bin ich inzwischen bei den Strategien aus dem Leitfaden für Luxury Travel Hacking gelandet. Dort geht es nicht mehr nur um das Sammeln, sondern um das Buchen so, dass die Steuern am Ende nicht alles wieder aufessen. Ob sich am Ende eher der Worldshop oder ein eingelöster Flug lohnt, ist übrigens eine Rechnung, die ich hier bewusst nicht aufmache – zu viele Variablen, zu wenig Allgemeingültigkeit für eine einzelne Familie.

Was tun, wenn der Plan nicht aufgeht?

Nicht jede Buchung läuft am Ende so, wie man sie geplant hat. Wie eine Stornierung oder Umbuchung eines Meilenfluges im Detail abläuft, wenn eines der Kinder zwei Tage vorher mit Fieber aufwacht, haben wir an anderer Stelle ausführlich notiert – diese Flexibilität ist mir inzwischen oft wichtiger als ein Platz weiter vorne im Flugzeug. Ein Upgrade mit Meilen klingt verlockend, aber wir rechnen inzwischen bewusst gegen: Lohnt sich der Aufpreis an Meilen wirklich gegenüber der Sicherheit, alle vier Plätze zusammen zu behalten? Meist gewinnt bei uns die Sicherheit. Meilenschnäppchen tauchen ab und zu auf, aber ob sie sich für uns wirklich lohnen, ist jedes Mal neu eine Abwägung zwischen Zeitfenster und Ferienkalender. Genau deshalb schauen wir uns vor jeder kurzfristigen Buchung meine Handgepäck Packliste für Kinder noch einmal an, damit zumindest die Vorbereitung nicht zur zweiten Baustelle wird.

Luxury Travel Hacking Familienplanung: Reisekissen vor dem Fenster mit Blick auf München

Am Schreibtisch bei uns im Hinterhof in Schwabing-West liegen die Notizbücher, sortiert nach Reise, auf dem alten Holzbrett unter dem Fenster nebeneinander, und über dem Bildschirm hängt ein Korkbrett voller Bordkarten-Kopien und Zettel mit halb fertigen Ideen. Dort gehe ich diese Schritte durch, lange bevor überhaupt ein Zieldatum feststeht.

Auf dem Rückflug von San Francisco hatte übrigens nicht ich, sondern unser Sohn den Platz 32H – Fußstütze runter, und er war in Sekunden eingeschlafen. Für so einen Moment mache ich mir die ganze Vorarbeit mit Kontostand, Kalendern und Buchungsklassen. Nicht für die Lounge, nicht für ein Upgrade, sondern für ein Kind, das zur richtigen Zeit einfach schläft.

Wenn du selbst gerade mit einem wachsenden, aber planlosen Meilenkonto da sitzt: Die aktuellen Strategien auf der Seite vom Luxury Travel Hacking-Leitfaden waren für uns der Punkt, an dem aus Sammeln endlich ein Ablauf wurde. Was dort am Ende hängen bleibt, ist nicht die einzelne Buchung, sondern die Reihenfolge der Fragen, die man sich vorher stellt.