Bordkarten Tagebuch

Miles and More Prämienflüge finden in den Schulferien für 4 Personen

Miles and More Prämienflüge für 4 Personen in den Schulferien finden – Bordkarten-Notizbuch und Laptop bei der Familienplanung

Vier Bordkarten passen locker in eine einzige Jackentasche, und trotzdem fühlt sich der Moment, in dem ich sie kurz vor dem Gate noch einmal herausziehe und ihr Rand zwischen den Fingern knistert, jedes Mal wie ein kleiner Sieg an. In diesem Jahr war das schon unsere dritte Suche nach vier zusammenhängenden Prämienplätzen in den bayerischen Schulferien, und jedes Mal merke ich aufs Neue, wie knapp die Prämienflug-Verfügbarkeit für vier Personen tatsächlich ist. Manche nennen das vermutlich Familien-Reise-Hacking. Bei uns sieht das eher so aus: mit dem Füller Flugnummern ins Notizbuch schreiben und hoffen, dass die Suchmaske heute großzügig ist.

Angefangen hat das alles mit unserer ersten großen Einlösung im Sommer 2024, Frankfurt nach San Francisco, LH 454. Ich habe damals auf Absenden geklickt und fast panisch nachgesehen, ob wirklich 280.000 Meilen von unserem Konto verschwunden waren, bevor die Bestätigungsmail kam – zusammen mit rund 1500 Euro Steuern und Gebühren, die man in bar bezahlt, nicht in Meilen. Kein First-Class-Märchen, nur Premium Economy für uns vier, aber der Beweis, dass es überhaupt geht, nachdem ich ziemlich spät mit dem Travel Hacking angefangen hatte. Wie diese erste Buchung technisch im Detail ablief, habe ich schon in der Geschichte zu unserem Prämienflug nach San Francisco aufgeschrieben.

Winold Krauss, ein Bekannter aus einem deutschen Vielflieger-Forum, weist mich in fast jedem Kommentar darauf hin, wie hoch diese Steuern und Gebühren bei Miles & More eigentlich sind. Er hat damit nicht ganz unrecht: Auch wenn die Meilen reichen, muss man diesen Betrag in bar bezahlen, und genau das ist der Posten, den Familien bei der Schulferienplanung gern unterschätzen.

Warum wird die Prämienflug-Verfügbarkeit für vier Personen in den Schulferien so knapp?

Das Buchungsfenster bei der Lufthansa öffnet sich exakt 361 Tage vor dem Abflug, und für eine Familie, die an die bayerischen Schulferien gebunden ist, tickt diese Uhr gnadenlos. Wer im August fliegen will, muss im September des Vorjahres wach sein, sonst schnappen sich andere Familien mit demselben Ferienkalender die vier zusammenhängenden Plätze zuerst. In der Suchmaske lassen sich theoretisch bis zu neun Personen gleichzeitig eingeben, aber vier freie Plätze in derselben Kabine zu finden, grenzt in der Hauptferienzeit oft an Zufall.

Prämienflug-Verfügbarkeit für vier Personen in der Miles and More Suchmaske prüfen, Laptop mit Kaffeetasse

München allein reicht selten. Ich habe angefangen, die Drehkreuze zu variieren – Wien, Zürich, Frankfurt –, und manchmal springt die Verfügbarkeit für vier Personen erst an, wenn man einen Zubringerflug in Kauf nimmt oder die Teilstrecken einzeln durchsucht. Wenn bei der Lufthansa in den Ferien nichts frei ist, öffnen die Partner-Airlines im selben Bündnis oft noch vier Plätze auf einmal, gerade auf den Teilstrecken, die kaum jemand einzeln bucht.

Es ist am Ende ein bisschen wie in meinem eigentlichen Job: Man baut die Buchungsstrecke so lange um, bis der Button endlich grün wird.

Vier Economy-Plätze nebeneinander bekommt man selten noch drei Monate vorher

Bei unserer zweiten Suche im vergangenen Herbst wollte ich es günstiger machen und vier Economy-Sitze nebeneinander buchen, statt gleich wieder auf Premium Economy zu gehen. Drei Monate vor Abflug war in der gesamten Kabine schon nichts mehr frei, nicht einmal vier verstreute Plätze, geschweige denn eine Reihe. Das war die eigentliche Lektion daraus: Drei Monate vorher ist bei vier Personen in den Ferien praktisch schon zu spät, nicht zu früh, wie ich lange gedacht hatte.

Der Sign-up-Bonus von unserer allerersten Kreditkarte 2022 hat den Einstieg leicht gemacht, aber für vier Plätze auf einmal reicht ein einzelner Bonus nie. Da mussten wir wirklich über Jahre sammeln.

Ohne unser Miles Pooling im Familienkonto hätten wir diese kritische Masse nie erreicht – mein Mann sammelt auf Dienstreisen, ich sammle über die Kreditkarte, und am Ende landet alles im selben Topf. Einen Companion Award haben wir dabei noch nie genutzt, das hebe ich mir für einen ruhigeren Moment auf.

Der 48-Stunden-Trick und die Realität in der Lounge

Was gegen jede Vernunft spricht, aber trotzdem funktioniert: Die Verfügbarkeit für vier Plätze steigt oft noch einmal an, wenn man die Ferienzeit kurz ignoriert und stattdessen auf kurzfristige Stornierungen schaut, etwa 48 Stunden vor Abflug. Kurz vor dem Abflug geben Airlines manchmal Kontingente frei, die vorher für Vollzahler reserviert waren, und wer dann schnell ist, bekommt Plätze, die monatelang als ausgebucht galten. Mit zwei Kindern und einem Mann, der seine Konferenztermine Monate im Voraus plant, ist das kein Plan A, aber ein guter Plan B, wenn das 361-Tage-Fenster mal nicht funktioniert hat.

Wenn dann endlich die Bestätigung im Postfach liegt, fühlt man sich kurz wie eine Königin, bis die Realität einen einholt. In der Lufthansa Lounge B1 in Frankfurt, Zugang über meinen PriorityPass von der Kreditkarte, war es laut und voll, und der Espresso schmeckte eher nach verbrannter Bohne als nach Urlaubsgefühl. Eines der Kinder hat seinen Saft über den Sessel gekippt, während ich versuchte, gelassen auszusehen.

Reisekissen in der Lufthansa Lounge B1 während der Schulferienplanung mit Kindern

Später im Flugzeug, wenn die Stoffserviette in der Premium Economy entfaltet ist und neben mir endlich Ruhe einkehrt, weiß ich wieder, wofür die Abende am Laptop gut waren. Nicht wegen irgendwelcher Meilenwerte pro Cent, sondern wegen des Gefühls, als vierköpfige Familie in einer Reihe zu sitzen, die wir uns eigentlich nicht hätten leisten können. Ob sich das mehr lohnt, als die Meilen im Worldshop gegen Kopfhörer oder Gutscheine einzutauschen, ist eine andere Rechnung, die ich hier nicht aufmache.

Was ich für die nächste Schulferienplanung mitnehme

Reinhild, meine Studienfreundin, die inzwischen in Hamburg lebt, fragt mich neulich am Telefon wieder, wie das mit den Meilen eigentlich geht. Sie plant ihren ersten Meilenflug jetzt schon seit zwei Jahren und kommt einfach nie ins Handeln, was ich gut verstehen kann, denn am Anfang wirkt das Ganze wie ein Regelwerk ohne Anleitung.

Dass Meilen auch verfallen können, wenn lange nichts auf dem Konto passiert, ist noch ein ganz eigenes Kapitel, das ich hier nicht aufmache. Für uns kam die Bestätigung für die Sommerferien 2027 nach etwa sechs Wochen Suche, und ich habe den ersten Eintrag für das neue Kapitel in meinem Bordkarten-Notizbuch geschrieben, die Flugnummern mit dem Füller aufs Papier gesetzt und dabei gemerkt, dass Platz 24C für unseren Jüngsten diesmal am Fenster liegt.

Flugnummern der neuen Prämienflüge im Bordkarten-Notizbuch notieren – Miles and More Familien-Reise-Hacking

Die eine Lehre, die ich aus drei solchen Suchen mitnehme: Nicht der Wunschflughafen entscheidet, sondern wie flexibel man bei Datum, Drehkreuz und Kabine bleibt, wenn München in den Ferien mal dicht ist. Ein Pauschalurlaub wäre einfacher gewesen. Ich würde trotzdem keinen einzigen Abend am Laptop zurücknehmen.