Bordkarten Tagebuch

Flugreisen mit Schulkindern planen für eine entspannte Zeit über den Wolken

Mutter plant Flugreisen mit Schulkindern: Travel-Hacking und Meilen-Sammeln für einen entspannten Flug in der Premium Economy

Die Ecken unseres Bordkarten-Notizbuchs sind inzwischen so weich, dass sie sich beim Umblättern fast wie Stoff anfühlen. Darin klebt mehr als eine Bordkarte – und jede einzelne erzählt ein Stück unserer Geschichte beim Meilen-Sammeln für Flugreisen mit unseren beiden Schulkindern.

Kurzer Hinweis vorab: In diesem Text stecken Affiliate-Links. Kaufst du über einen davon etwas, bekomme ich eine kleine Provision – der Preis für dich bleibt gleich. Ich erzähle hier nur von Programmen wie /try/main, die uns als vierköpfige Familie bei echten Buchungen weitergeholfen haben, nachdem ich selbst lange im Dunkeln getappt bin.

Fliegen mit Schulkindern ist eine andere Welt als die Buggy-Jahre. Unsere beiden sind jetzt acht und zehn – alt genug, um jede Minute Verspätung zu kommentieren, aber auch alt genug, um die Enge einer vollen Economy-Kabine sehr genau zu spüren. Travel-Hacking für unsere Familie hat 2022 angefangen, eher aus Zufall: Eine Kollegin hat mir eine Kreditkarte empfohlen, und plötzlich lag ein ordentlicher Anmeldebonus an Meilen auf unserem Konto. Was ich damit anfangen sollte, wusste ich zwei Jahre lang nicht wirklich – ich habe einfach gesammelt, ohne Plan, ohne Ziel.

Warum wir nie wieder vier Business-Class-Sitze gleichzeitig jagen

Mein Umdenken kam, als ich zum ersten Mal versucht habe, vier Business-Class-Plätze mit Meilen zu buchen. Ich saß bis weit nach Mitternacht vor dem Bildschirm und musste akzeptieren, dass Fluggesellschaften für Familien in den Ferien oft nur zwei Prämienplätze pro Flug freigeben. Vier Plätze gleichzeitig – das hätte bedeutet, 360 Tage im Voraus zuzuschlagen, und selbst dann war nichts garantiert. Dass wir am Ende überhaupt genug Meilen für vier Tickets zusammenhatten, lag auch daran, dass mein Mann und ich unsere beiden Konten zusammengelegt haben, statt getrennt vor uns hin zu sammeln.

Nahaufnahme eines Füllfederhalters beim Eintragen von Flugdaten ins private Bordkarten-Tagebuch für Travel-Hacking mit der Familie

Der teure Umweg über Hotelpunkte

Bevor Flugmeilen überhaupt auf meinem Radar waren, habe ich etwas anderes ausprobiert: Ich wollte unseren Familienurlaub über die Punkte einer Hotelkette finanzieren, die sich über Geschäftsreisen meines Mannes angesammelt hatten. Der Plan klang gut auf dem Papier. In der Praxis war der Einlösewert für einen echten Familienurlaub so gering, dass wir am Ende fast genauso viel draufgezahlt hätten wie bei einer normalen Buchung. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass nicht jedes Punktekonto gleich viel wert ist – und dass sich die Mühe lohnt, genau hinzuschauen, bevor man jahrelang in das falsche Programm einzahlt.

Ob sich 280.000 Meilen wirklich für vier Plätze in der Premium Economy lohnen

Die Antwort kam im letzten August, auf dem Flug FRA-SFO. Wir haben 280.000 Meilen für vier Plätze in der Premium Economy eingelöst, plus etwa 1500 Euro Steuern und Gebühren obendrauf, die bei einer Prämienbuchung über Miles & More eigentlich immer anfallen. Lange habe ich mich gefragt, ob das wirklich ein Schnäppchen ist oder ob wir uns die Buchung nur schönrechnen. Die eigentliche Buchung selbst war an einem ruhigen Nachmittag erledigt – wenige Klicks, nachdem die Plätze endlich verfügbar waren, auch wenn ich bis dahin wochenlang die Verfügbarkeitsanzeige beobachtet hatte.

Auf der A340-600 hatten wir Sitz 32H bis 32K reserviert, eine Entscheidung, die ich vorher stundenlang abgewogen hatte, weit genug von den Galleys weg, damit das Klappern der Trolleys nicht stört, aber nah genug an den Toiletten für kurze Wege mit Kindern. Der Sitzabstand in der Premium Economy liegt bei 96,5 Zentimetern, und die Rückenlehne lässt sich um gut 50 Prozent weiter neigen als in der Standard Economy. Unser Kind reagiert empfindlich auf Berührungen an den Knien, deshalb war genau dieser Unterschied für uns keine Spielerei, sondern der Grund, warum der Flug überhaupt entspannt werden konnte – ein Punkt, der bei Kindern im Autismus-Spektrum oft unterschätzt wird. Als ich mich in meinen eigenen Sitz zurücklehnte, hörte ich das Triebwerksrauschen nur noch gedämpft durch das dicke Kabinenfenster – ein Geräusch, bei dem ich jedes Mal merke, wie meine Schultern ein Stück weiter runterrutschen.

Der Moment, der mir am meisten in Erinnerung bleibt, kam kurz nach dem Start: Meine Tochter klappte das Tabletttisch mit der extra Stoffserviette auf, hielt kurz inne und sagte nur „Wow" – für ein Kind, das sonst über jede Kleinigkeit im Flugzeug meckert, war das praktisch ein Ritterschlag. Rund zehn Wochen vor diesem Flug hatte ich die Buchung bestätigt bekommen, und bis dahin war es ein langes Hin und Her mit der Verfügbarkeitsanzeige bei Miles & More gewesen.

Sitzwahl, Ferienlogik und Lounge B1 richtig einplanen

Die bayerischen Schulferien sind für Meilensammler eine eigene Herausforderung, weil an den gefragtesten Tagen oft als erstes die Prämienplätze verschwinden. Das Datum können wir wegen der Schule nicht verschieben, aber manchmal hilft es, von München nach Frankfurt zu springen, statt direkt ab München zu fliegen. Für den Weg zum Flughafen nutzen wir inzwischen die Lufthansa Family Check-in Erfahrungen in München, einfach damit am Boden schon weniger schiefgehen kann. Ein Detail, das ich erst spät kapiert habe: Kindertarife bei Meilenbuchungen gelten nur bis 11 Jahre, danach zahlt unser Ältester praktisch den vollen Erwachsenenpreis in Meilen – bei uns bleiben dafür also noch knapp zwei Jahre Zeit zum Planen.

Premium Economy Sitz mit Reisekissen und Kopfhörern für ein entspanntes Fliegen mit Kindern

Wer über eine Kreditkarte einen PriorityPass hat, sollte in Frankfurt die Lufthansa Lounge B1 ausprobieren – sie ist meistens ruhiger als die großen Lounges direkt am Gate, und ein Espresso im Stehen, während die Kinder mit Kopfhörern in einer ruhigen Ecke sitzen, wirkt auf mich jedes Mal wie eine kleine Verschnaufpause vor dem eigentlichen Trubel. Wer noch tiefer in Business- und First-Class-Upgrades einsteigen will, für den ist Luxury Travel Hacking eine spannende Ergänzung – wir selbst bleiben als vierköpfige Familie aber meistens bei der Premium Economy, weil dort die Verfügbarkeit einfach realistischer bleibt. Weil wir ohnehin auf sensorisches Gleichgewicht achten müssen, nutzen wir die Freigepäckgrenze von 23 Kilogramm pro Kind gerne für Gewichtsdecken oder spezielle Kopfhörer statt für noch mehr Spielzeug – eine Handgepäck Packliste für Kinder mit genau diesen Punkten hat uns dabei geholfen. Einmal war unsere Buchung kurzfristig wegen eines Systemfehlers bei Miles & More blockiert, und nur weil ich alle Bestätigungsnummern im Notizbuch stehen hatte, ließ sich das am Schalter in wenigen Minuten klären, statt in Panik zu enden.

Eine Freundin von mir durchstöbert jeden Samstag den Flohmarkt am Odeonsplatz nach alten Vinylplatten – stundenlang, für vielleicht ein, zwei gute Funde. Wenn ich ihr von unserem Bordkarten-Notizbuch erzähle, lacht sie und sagt, das funktioniere nach demselben Prinzip: viel Geduld, viele leere Durchgänge, und dann plötzlich der eine Fund, der alles wert war. Bei uns ist der Fund eben ein Flug nach San Francisco statt eine Platte aus den Siebzigern.

Eine Lektion fürs Bordkarten-Notizbuch

Es wird mit jeder Buchung nicht einfacher, aber routinierter. Die Lektion, die ich aus dem Hotelpunkte-Umweg und den vier Business-Class-Sitzen mitnehme, ist simpel: Bevor man jahrelang in ein Punkteprogramm einzahlt, lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, ob sich die Einlösung für den eigenen Urlaub überhaupt lohnt – lieber einmal gründlich hinschauen, als jahrelang das falsche Konto zu füllen. Es geht bei uns nicht um Status oder Prestige, sondern darum, dass unsere Kinder die Welt sehen, ohne dass der Weg dorthin zur Qual wird.

Falls du selbst vor deinem ersten Berg an Meilen stehst und nicht weißt, wo du anfangen sollst: /try/main war für uns der Einstieg, mit dem sich Kartenumsätze im Alltag so nutzen lassen, dass am Ende wirklich eine Buchung dabei herauskommt. Und egal ob Notizbuch oder Serviette – schreib dir deine eigenen Geschichten auf. Wir kleben schon bald die nächste Bordkarte ein, vielleicht geht es dieses Mal Richtung Osten.