Bordkarten Tagebuch

Meilen sammeln bei der Buchung von Ferienwohnungen über Miles and More

Meilen sammeln bei der Buchung von Ferienwohnungen über Miles and More

Spätabends am Küchentisch, zwischen Krümeln vom Abendbrot und zwei Dutzend offenen Browser-Tabs für Unterkünfte an der Nordsee, fiel mein Blick auf mein abgewetztes Bordkarten-Notizbuch. Neben der Tastatur klebte noch unser alter Abschnitt von Flug LH 454 nach San Francisco – Sitz 32H im A340-600. Für vier Tickets in der Premium Economy hatten wir damals im Sommer 2024 stolze 280.000 Meilen und rund 1.500 Euro an Steuern und Gebühren auf den Tisch gelegt. Danach war unser Meilenkonto praktisch leergefegt.

Und während mein Mann nebenan noch den Geschirrspüler einräumte, dämmerte mir plötzlich etwas Frustrierendes: Bei jedem einzelnen Sommerurlaub seitdem hatten wir die Unterkünfte einfach per normalem Bankeinzug oder Debitkarte bezahlt. Tausende Euro für Ferienhäuser, komplett ohne eine einzige Meile dafür mitzunehmen.

Das Dilemma mit Familien und klassischen Hotelprogrammen

Wenn man sich in Reiseforen oder Social-Media-Kanälen umschaut, klingt das Meilen- und Punktesammeln verlockend einfach: Man bucht einfach jedes Wochenende ein Zimmer in einer großen Luxushotelkette, sammelt fleißig Statusnächte und lässt sich beim Einchecken mit kostenlosem Frühstück und Suite-Upgrades verwöhnen. Nur: Mit zwei Schulkindern von acht und zehn Jahren funktioniert diese Traumwelt schlichtweg nicht.

Zwei Standard-Hotelzimmer nebeneinander sprengen jedes normale Familienbudget, und in ein einzelnes Doppelzimmer quetschen uns die meisten Häuser erst gar nicht rein. Wir brauchen Platz. Eine Küche, in der morgens jemand im Halbschlaf Haferflocken kochen kann, ohne dass gleich vier Leute angezogen im Restaurant sitzen müssen. Eine Waschmaschine für sandige Socken. Kurzum: Wir sind eine klassische Ferienhaus-Familie.

Lange Zeit dachte ich deshalb insgeheim, Miles & More sei für unsere Art zu reisen einfach nicht gemacht. Die offiziellen Hotelplattformen des Programms werben zwar ständig mit Tausenden Meilen pro Nacht, doch wer dort nach echten Ferienwohnungen mit zwei getrennten Schlafzimmern sucht, stößt schnell an Grenzen – oder landet bei absurden Mondpreisen, die sich kein Mensch leisten will.

Laptop mit Buchungsseite für Ferienwohnungen und Meilen-Kreditkarte auf Holztisch

Der Umweg, der sich lohnt: Spezialisierte Portale statt Hotel-Plattformen

Der eigentliche Aha-Moment kam an einem verregneten Sonntagabend im Juli. Ich hatte mich durch die Tiefen der Miles & More Partnerschaften geklickt und festgestellt, dass man keineswegs auf die herkömmlichen Hotelbuchungsseiten angewiesen ist. Tatsächlich erzielt man eine deutlich höhere Meilen-Ausbeute, wenn man spezialisierte Plattformen über das Miles & More Online Shopping Portal ansteuert oder geschickt mit der privaten Kreditkarte kombiniert, statt die starren offiziellen Hotelmasken zu nutzen.

Der Mechanismus dahinter ist simpel, erfordert aber einen Klick Disziplin vor dem Buchen:

Kombiniert man beides, sammelt ein zweiwöchiger Familienaufenthalt im Ferienhaus plötzlich mehrere tausend Meilen ein – ganz ohne Aufpreis, einfach nur durch die veränderte Klick-Reihenfolge vor der Buchung. Es geht letztlich um dieselbe Denkweise, die wir auch nutzen, wenn wir einfache Strategien zum Meilen sammeln für Familien ohne viel Aufwand in unsere alltäglichen Einkäufe einbinden.

Linierter Notizblock mit Bleistiftnotizen, Radiergummistaub und Urlaubsbelegen

Vom Notizbuch zur Realität: Geduld beim Check-out

Als wir gegen Spätsommer unser Häuschen für den Herbst festzurrten, saß ich mit spitzem Bleistift über meinem Notizbuch. Der Geruch von feuchtem Radiergummi und Bleistiftstaub stieg mir in die Nase, während ich Buchungsnummern und Meilenschätzungen neben den Buchungsbeleg ins linierte Notizbuch trug. Ich wollte es ganz genau wissen.

Ein wichtiger Dämpfer gehört allerdings zur Ehrlichkeit dazu: Die Meilen landen nicht am Tag der Buchung auf dem Konto. Bei Unterkünften gilt über die Shopping-Portale fast ausnahmslos die Regel, dass die Meilengutschrift erst nach dem tatsächlich angetretenen Aufenthalt erfolgt. Üblicherweise dauert es 8 bis 12 Wochen nach dem Check-out, bis die Meilen endgültig freigegeben werden. Wer also im Frühjahr bucht, um im Sommer damit zu fliegen, wird enttäuscht. Das ist ein Spiel auf lange Sicht.

Dafür greift bei uns zu Hause das Miles & More Mileage Pooling perfekt: Bis zu 2 Erwachsene und bis zu 5 Kinder können ihre Meilen in einem gemeinsamen Topf bündeln. Wenn mein Mann und ich die Buchungen aufteilen und die Umsätze bündeln, wächst der gemeinsame Kontostand fast unbemerkt nebenher an. Wie wichtig dieser lange Atem ist, habe ich schon einmal aufgeschrieben, als es darum ging, warum Prämienflüge für die Familie finden: Warum Vorbereitung den Unterschied macht zur festen Routine vor jeder Urlaubsplanung wurde.

Ein Fehler, der mich fast 4.000 Meilen kostete

Natürlich lief nicht alles glatt. Beim ersten Versuch im Spätfrühling passierte mir genau der typische UX-Flüchtigkeitsfehler: Ich hatte die Ferienwohnung über das Portal aufgerufen, wechselte dann aber zwischendurch auf mein Smartphone, um meinem Mann kurz ein Foto der Terrasse per Messenger zu schicken. Am Ende schloss ich die Buchung auf dem Handy in der App ab.

Ergebnis: Das Cookie war weg, das Tracking unterbrochen, und die Meilen wurden nie erfasst. Der Kundenservice konnte nachträglich nichts mehr tun, weil kein Partnershop-Klick registriert worden war. Seitdem gilt bei uns die eiserne Regel: Browser am Laptop öffnen, Adblocker für die Buchung komplett deaktivieren, über das Miles & More Portal einsteigen und den Buchungsprozess ohne Pause im selben Tab zu Ende führen.

Einfach buchen, wie man als Familie eben reist

Man muss seinen Urlaubsstil nicht verbiegen, um ein ordentliches Meilenpolster aufzubauen. Wir werden auch künftig nicht in Flughafenhotels mit getrennten Betten einchecken, nur um ein paar Punkte mitzunehmen. Dafür ist die Zeit mit den Kindern, in der sie abends nach einem Strandtag erschöpft auf dem Sofa einer gemütlichen Ferienwohnung einschlafen, viel zu wertvoll.

Es reicht völlig, sich anzugewöhnen, vor dem Bestätigungsklick den kleinen Schlenker über das Meilenportal zu machen. Wenn im Herbst dann die Gutschriften eintrudeln, fühlt es sich fast wie ein kleines Feriengeschenk an – und die nächste Seite im Bordkarten-Tagebuch füllt sich wieder ein Stückchen schneller.